
Einblicke in Barcelonas Veranstaltungsbranche: Ein Rundgang durch Torre Melina und das Kongresszentrum Katalonien
- Kategorien Tourismus & Hotelmanagement
- Datum 8 von April 2026
Ein Hörsaal kann nur begrenzt viel über die Veranstaltungsbranche vermitteln. Irgendwann muss man einen Veranstaltungsort besuchen, mit den Verantwortlichen sprechen und sich selbst ein Bild von den Abläufen machen. Genau das taten kürzlich die Studierenden des Masterstudiengangs Tourismus- und Hotelmanagement an der ESEI im Rahmen des Moduls „Eventmanagement und MICE-Tourismus“ unter der Leitung von ESEI-Professorin Elena Altemir.
Der Besuch führte sie zu zwei der wichtigsten Veranstaltungsorte Barcelonas im Bereich professioneller Events: dem Catalunya Congress Centre und Torre Melina Gran MeliáDie Teilnehmer wurden von Anna Bayarri, Vertriebsleiterin bei Torre Melina und Expertin im Gastgewerbe mit über 20 Jahren Erfahrung im Vertrieb und Marketing, durch das Erlebnis begleitet.
Wie man einen Veranstaltungsort richtig einschätzt
Im Mittelpunkt des Besuchs stand das Erlernen der Durchführung einer professionellen Ortsbesichtigung – eine Fähigkeit, die für die Veranstaltungsplanung unerlässlich ist, aber selten eingehend vermittelt wird.
Eine Besichtigung ist mehr als nur ein Rundgang. Sie ist eine strukturierte Bewertung, ob ein Veranstaltungsort die Ziele einer bestimmten Veranstaltung realistisch unterstützen kann. Unter der Anleitung von Anna Bayarri lernten die Studierenden, wie Veranstaltungsprofis über die oberflächliche Betrachtung eines Raumes hinausblicken und ihn anhand praktischer Kriterien beurteilen: Wie werden sich die Teilnehmenden darin bewegen? Wie sieht es mit der betrieblichen Logistik aus? Und entspricht die Infrastruktur tatsächlich den Bedürfnissen des Kunden?
Durch diese professionelle Herangehensweise an den Besuch erhielten die Studierenden einen praktischen Rahmen, den sie in ihrer beruflichen Laufbahn nutzen können.
Den MICE-Sektor aus nächster Nähe verstehen
Der Besuch vermittelte den Studierenden auch ein klares Bild davon, wie integrierte Veranstaltungsorte innerhalb des globalen MICE-Sektors funktionieren, einem Begriff, der Meetings, Incentives, Konferenzen und Ausstellungen umfasst.
Im Kongresszentrum von Katalonien erkundeten die Studierenden verschiedene Veranstaltungsräume, von großen Plenarsälen bis hin zu kleineren Gruppenarbeitsräumen, und untersuchten, wie diese jeweils für unterschiedliche Formate und Zielgruppen konzipiert wurden. Sie überlegten, wie eine internationale Konferenz die Räumlichkeiten anders nutzen könnte als ein Firmenworkshop und welche betrieblichen Faktoren diese Entscheidungen beeinflussen.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Kongresszentrum und dem Torre Melina Gran Meliá, das zu Meliá Hotels International gehört, verdeutlichte auch etwas Wichtiges: wie Hotels und Kongresszentren Hand in Hand arbeiten, um ein ganzheitliches Erlebnis für Veranstalter und ihre Gäste zu schaffen. Solche Kooperationen in der Praxis zu erleben, ist etwas, das einem noch lange nach dem Besuch in Erinnerung bleibt.
Die Sprache der Branche sprechen
Jede Branche hat ihr eigenes Vokabular, und die MICE-Branche bildet da keine Ausnahme. Der Lernrundgang bot unter anderem die Möglichkeit, in die Terminologie und die Fachsprache einzutauchen, die Veranstaltungsprofis täglich verwenden – jene Sprache, die weltweit in Dokumentationen, Angeboten und der Kundenkommunikation auftaucht.
Indem die Studierenden beobachteten, wie Anna Bayarri und die Teams der Veranstaltungsorte Räumlichkeiten, technische Anforderungen und Abläufe beschrieben, eigneten sie sich dieses Vokabular ganz natürlich an. Für sich genommen mag das eine Kleinigkeit sein, doch die sichere Beherrschung der Fachsprache ist entscheidend, wenn man zum ersten Mal einem Kunden oder einem Veranstaltungsleiter gegenübersitzt.
Wie sich Veranstaltungsorte in einem wettbewerbsintensiven Markt positionieren
Über die operativen Inhalte hinaus bot der Besuch etwas ebenso Wertvolles: Einblick in die Denkweise eines exklusiven Veranstaltungsortes hinsichtlich seiner Positionierung und in die Art und Weise, wie er seinen Wert gegenüber den Kunden kommuniziert.
Anna Bayarri sprach offen darüber, wie Fachleute im Gastgewerbe ihre Betriebe in einem wettbewerbsintensiven Markt präsentieren, wie sie das tatsächliche Angebot eines Betriebs mit den Bedürfnissen der Kunden in Einklang bringen und wie sie die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit überbrücken. Diese wirtschaftliche Perspektive wird in akademischen Kontexten selten behandelt, und die Ausführungen einer Expertin mit zwanzig Jahren Berufserfahrung verliehen dem Thema eine Bedeutung, die keine Fallstudie vollständig wiedergeben kann.
Eine Stadt, die für Geschäftsveranstaltungen geschaffen wurde
Barcelona zählt regelmäßig zu den führenden europäischen Destinationen für internationale Geschäftsveranstaltungen, und Besuche wie dieser belegen dies eindrucksvoll. Die Stadt bietet eine erstklassige Infrastruktur, umfassende Expertise im Gastgewerbe und eine hohe Dichte an erfahrenen Fachkräften, die dem Nachwuchs gerne ihre Türen öffnen.
Für ESEI-Studierende ist die Nähe zur Branche kein Zufall. Sie ist integraler Bestandteil des Lernkonzepts der Hochschule. Der Masterstudiengang Tourismus- und Hotelmanagement basiert auf der Idee, dass praxisnahe Erfahrung unter Anleitung erfahrener Fachleute Absolventen hervorbringt, die bestens auf den Berufseinstieg vorbereitet sind.
Der Exkursionstag in Torre Melina und im Kongresszentrum von Katalonien dauerte nur einen Nachmittag. Doch die dabei erworbenen Fähigkeiten, das Vokabular und die professionelle Perspektive werden diesen Studierenden auf ihrem weiteren Weg sehr nützlich sein.
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